Karl May Hörspiele
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Rezensionen / Kommentare

Old Surehand 2
  Produktion: Konrad Halver - Regie: Konrad Halver


Eintrag von Michael Ledwinka (vom 16.7.2015) (weitere Einträge von Michael Ledwinka)

Es gilt dasselbe wie zu Old Surehand 1 angemerkt: Die Hörspielfassung beschränkt sich leider rein auf die Handlung. Bei Karl Mays Roman spielt aber sehr viel mehr mit, es geht nicht zuletzt um den Glauben an Gott. Diese Seite der Erzählung bleibt vollkommen ausgespart. Old Wabble und Old Surehand, beide haben ihren Glauben an Gott verloren und gewinnen ihn durch die Erlebnisse mit Old Shatterhand wieder.

Da darauf in dieser Fassung verzichtet wird, hängt die Geschichte Old Wabbles irgendwie in der Luft. Seinem Tod fehlt die Wucht und Dramatik des Romans. Old Surehand tritt wie im Original erst ganz zum Schluss in Erscheinung. Da auf die Bärenjagd der Kürzung zum Opfer fiel, bleibt ihm nicht viel zu sagen. Kolma-puschis Rolle kommt viel zu wenig zur Geltung. Auch die Enthüllung des Familiengeheimnisses geschieht im Roman viel spannender als in der vorliegenden Fassung.
Warum ließ man nicht einen Sprecher einfach die Kapitelüberschriften lesen statt dieser paar Sekunden klassischer Musik? Für die LP-Spielzeit standen nur 40-50 Minuten zur Verfügung, da musste gekürzt werden, etwa das mehrfache Wechselspiel Gefangenschaft-Befreiung oder der "Zyklopenkampf". Damit kann ich leben. Trotzdem hat mich diese Produktion ziemlich enttäuscht.

kein Punkt kein Punkt kein Punkt
Eintrag von JennyFlorstedt (vom 11.3.2007) (weitere Einträge von JennyFlorstedt)

Karl May war wirklich kein Krimiautor und auch das "Rätsel" um die Familienbeziehung Apanatschkas und Old Surehands sowie der übrigen Beteiligten wird auf selten unspannende Weise gelöst.

Für mich liegt die Gewichtung falsch: Durch das ganze Gerede, um die Verhältnisse zu sortieren, wird zwangsläufig die Actionhandlung gekürzt. Und zwar so stark gekürzt, dass eigentlich nur das Gerede übrig bleibt. Und das ist nicht einmal spannend (s.o.)

Ansonsten sind die Stimmen angenehm zu hören und die Musik ist vielseitig.

kein Punkt
Eintrag von Apanatschka (vom 13.3.2006) (weitere Einträge von Apanatschka)

Genau wie der erste Teil einer meiner Lieblinge. Wie Kritiker bereits bemerkten wurde auch hier gekürzt. Allerdings stört es mich nicht, da für mich immer Old Shatterhand die Hauptfigur ist und sich in diesem Fall als Detektiv und Ahnenforscher (als das gibt er sich ja auch aus) betätigt. Die Figur Old Surehands ist doch eher mittel zum Zweck, denn wenn man es genau nimmt müsste Apanatschka dann einen eben so großen Platz einnehmen.
Da die Christlichen Glaubenskonflikte generell ausgespart wurden fehlt mir in dieser Produktion nicht das geringste. Sehr sachliches aber gut umgesetztes (Musik, Effekte, Stimmen) Hörspiel.
Ausserdem erzählt ja nicht Old Shatterhand dauernd sondern läßt andere berichten wie Matta Shako, Apanatschka, Old Surehand und Kolma Puschi und knüpft diese Fäden am Ende zusammen.


Eintrag von Cartman (vom 3.4.2005) (weitere Einträge von Cartman)

Leider ein Tiefpunkt der Europa-Produktionen. Trotz prominenter Besetzung geht hier so ziemlich alles in die Hose:
Old Surehand taucht erst in letzter Sekunde auf, ohne in die Handlung eingreifen zu können, Old Shatterhand ist fast nur am Erklären familiärer Zusammenhänge (Surehand, Apanatschka, Tahua etc.), Hinz ist nach wie vor kein guter Winnetou und die Entscheidung, die Sprecher des ersten Teils in anderen Rollen erneut einzusetzen erwies sich als fatal. Die prägnanten Stimmen Paetschs, Clarins und Fenners kreieren im Kontrast zum ersten Teil einfach keine neuen Charaktere.

Sicher ist Mays Vorlage nicht leicht zu adaptieren, aber ein wenig mehr Mühe hätte man sich schon geben können. Positiv ist allerdings zu erwähnen, daß man sich hier nicht auf den Brutalitäten ausruht (z.B. demTod von Old Wabble und dem des Generals), wie das in Winnetou I/II und Silbersee II der Fall ist.

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Eintrag von ollihimself (vom 4.1.2004) (weitere Einträge von ollihimself)

Inhalt:
Old Surehand ist auf dem Weg zum St. Louispark. Old Shatterhand will mit Winnetou seinen Freund dort treffen. Auf dem Weg zum Park befreien die beiden zwei Weisse, die von den Osagen zum Tode gemartert werden sollen...

Kritik:
Unglaublich, wie besch... das Hörspiel ist. Eine vernünftige Inhaltsangabe scheitert daran, dass es keinen Inhalt gibt. Ausufernde Dialoge langweilen, die im Hörspiel genannten Personen verwirren ob der Vielfalt der Namen.

Super, genau so stell ich mir gute Hörspielunterhaltung vor: Langatmig, spannungsarm, konfus!

Was mit den Sprechern ist? - Nun, es wirken so namhafte Personen wie Hans Meinhardt, Claus Wilcke, Michael Poelchau, Konrad Mayerhoff, Hans Paetsch, Hans Clarin, Hellmut Lange und Konrad Halver mit. Von daher müsste doch zumindest von Sprecherseite eigentlich alles im grünen Bereich sein?

Mitnichten! Wilcke spricht, als wolle er gleich einschlafen, Hans Paetsch verwechselt indianisch mit albanisch, zumindest vom gespielten Akzent her, Hans Clarin hat nur eine Gastrolle...

Mensch, Mensch, Mensch, was sich der regieführende Konrad Halver bei dieser Produktion wohl gedacht hat?...

Gibtís auch etwas Positives: Jau, gibt es: Das gezeichnete Cover gefällt ausgesprochen gut!. But that´s it!

Fazit:
Die Kassette wird auf der http://www.hoerspiel-rezensionen.de bis einschl. 11.1.4 verlost. Wer gewinnt bekommt ein trotz des Alters ziemlich gut erhaltenes Tape, denn auch in Kinderjahren habe ich das Hörspiel nur ein oder zweimal gehört.... Ob sich über dieses Tape wirklich Jemand freut...?

Gruß
Der
Olli

http://www.hoerspiel-rezensionen.de


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Eintrag von thoschw (vom 17.5.2003) (weitere Einträge von thoschw)

Auch im zweiten Teil wurde die umfangreiche Vorlage von Peter Folken radikal eingekürzt. Nicht nur das komische Paar Hammerdull & Holbers fiel dabei der Schere zum Opfer, sogar die Wiederbegegnung mit Old Surehand im Bärental fiel unter den Schneidetisch, was zu einer reichlich kurzen Präsenz der Titelfigur in diesem Hörspiel führt: Schlußendlich fast zur letzten Minute hat der sympathische Helmut Lange endlich seinen Einsatz. Das literarisch lange Sterben des Old Wabble wird verständlicherweise nur angedeutet: hier in der Folken-Fassung geht der 'King of the Cowboys' sogleich ohne jede vorherige Lästereien gläubig in den Tod, bei der Vethake-Version hingegen flucht er wie üblich herum und die Läuterung bleibt aus.

Die so auf das Handlungsskelett reduzierte Hörspielfassung läßt eine Absurdität des Geschehens erkennen, da nun ganz deutlich hörbar wird, wie praktisch jede Person, die die Blutsbrüder auf ihrem Weg zum Devils-Head treffen, mit Ikwehtsi'pa, Etters oder Thibaut im Laufe seines Lebens zusammengekommen ist, was außerhalb der Romanwelt wohl wenig wahrscheinlich wäre.

kein Punkt
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